Der Inventur-Manager

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Wirtschaftsinformatik Fernstudium - ich bilde mich weiter

Ja, obwohl ich eigentlich recht erfolgreich als Inventurmanager unterwegs bin, habe ich mich mit Mitte 30 dazu entschiedene, nochmal einen Bildungsweg einzuschlagen: Ich absolviere neben dem Beruf ein Wirtschaftsinformatik Fernstudium .

Nun gut.Klingt vielleicht nicht sonderlich spannend, aber ich habe bewusst einen solchen Studiengang gewählt. Ich bin technisch schon sehr fitt und will nicht mein lebenlang in einer Manager-Position arbeiten. Natürlich ist das Geld nicht schlecht, aber mit 50 oder so muss ich das einfach nciht mehr haben: 10-12 Stunden, Dauer-Stress usw.

Da ist ein Job komplett im Beruf, ohne Personalverantwortung und extremen Termindruck schon sehr viel angenehmer. Gerne verzichte ich auf die Euronen! Als Wirtschaftsinformatiker hat man den Vorteil, dass man sehr viel machen kann. Nein, man lernt nicht, wie man komplexe Programme schreibt. Man ist viel mehr die Schnittstelle zwischen "normalen" Menschen und den IT-Nerds. Hehe.

Mehr gefällt das Wirtschaftsinformatik Fernstudium bisher ganz gut. Natürlich ist es sehr mühesam, sich am Wochenende noch mit trockenen Themen wie Datenbanktheorie auseinanderzusetzen. Aber wie sagte schon mein Opa immer so schön: Von nix kommt nix!

 

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Das richtige Wählen der Inventuarten

Inventurarten gibt es nicht wie Sand am Meer - eigentlich beschränkt sich das ganze Spektakel auf drei Sorten: Permanent, Zeitversetzt, Stichtag. Ich denke, die Begriffe sprechen für sich, eine genauere Erklärung ist überflüssig bzw. kann nochmal unter dem obigen Link nachgelesen werden.

Ich will in diesem Beitrag auf eins hinaus: Für welche Inventur Art entscheidet man sich sinnvoller Weise? Was macht Sinn? Das ist eine schwieriges Thema, hängt die Entscheidung doch immer von dem Betrieb ab. Stichtagsinventur bei einem Großhandelslager, das 10.000 einzele Produktsorten (!) lagert und verwaltet? Wohl eher nicht. Aber ich will das jetzt nicht weiter durchkauen. Heute ist Silvester, heute wird gefeiert. Im nächsten Jahr gibts dann mal genauere Infos zur Wahl der Inventur art.

 

 

Das Jahresendgeschäft - Weihnachten bedeutet Streß!

In der Lagerhaltung / Verwaltung bedeutet Weihnachten einfach nur Streß. Es ist nicht nur Weihnachtszeit, es ist auch Inventurzeit. Jetzt noch schnell für dem Geschäftsjahresende eine Inventur einschieben, denken sich viele Unternehmen. Und so boomt zur Zeit mein Geschäft als Inventurmanager - und meine Arbeitszeiten pendeln zwischen 12 und 14 Stunden täglich. Ich bin wirklich froh, wenn ich an den beiden Weihnachtsfeiertagen mal nichts, wirklich gar nichts, machen muss.

Wie dem auch sei, morgen muss ich nochmal ran - für einen Kunden die Inventur vorbereiten. Es handelt sich um ein Inventur für einen Autozulieferer - Kleinteile ohne Ende. Soweit ich das bisjetzt überblickt habe, dürfte es sich um 1000 einzele Produktsorten handeln. Da würde ich mit einem 30 köpfigen Team auftauchen müssen, damit die Inventur in den angepeilten 3 Tagen durchzuführe ist. Wird wieder mal ein Spaß! Bei solchen betrieben würde sich eine permamenet Inventur einfach besser machen - aber die Geschäftsführung will nicht und ich werde mich kaum beschwerden: Aufträge dieser Größenordnung sorgen für ordentlich Umsatz!

Inventur mit chaotischer Lagerordnung

Die Überschrift klingt verwirrend, ist sie wahrscheinlich auch. Vor einigen Woche hatte ich eine Inventur für einen Kunden durchzuführen, in dessen Lager eine chaotische Lagerhaltung herrscht. Nun werden all die Lagerlogistiker, Lagerarbeiter und Lageraushilfen natürlich wissen, dass es sich bei der chaotischen Lagerhaltung um ein Lagerorganisationsprinzip handelt. Richtig! Aber in diesem Lager, war die Lagerhaltung einfach nur chaotisch - da konnte man nicht ansatzweise ein Organisationsprinzip vorfinden.

 Aber ich war der Dienstleister, ich musste mich da durchkämpfen. Der Warehousemanager drückte mir ne lieblose Excel-Tabelle mit Soll-Beständen und die Hand und verabschiedete sich mit den Worten "dat wird schon". Nagut. Ich organisierte also mein Team und legte los. Ja, es war das reinste Chaos. Die gleichen Artikel waren übers ganze Lager verstreut, es herrschte keine logische Lagerplatz vergabe und die Lagersoftware, mit der so ein Lager eigentlich verwaltet werden sollte, war eine von einem Computer-Anfänger erstelle Excel-Tabelle, die nicht tat, was sie tun sollte. Super!

Fazit dieses Auftrages: Nie wieder eine Inventur für diesen Kunden. Mein veranschlager Angebotspreis stimme vorne und hinten nicht. Ein Verlustgeschäft!

Hallo, ich bin Inventur-Manager...

Ja, diese Berufsbezeichnung gibt es wirklich: Ich bin ein Inventur-Manager. Zu meinen Aufgaben zählen die Planung und Durchführung einer Inventur für verschiedene Kunden aus allen erdenklichen Branchen. Dabei sind mir über die Jahre (ich bin schon viele, viele Jahre in diesem Beruf tätig) sehr kuriöse Dinge widerfahren. Könnt ihr euch vorstellen, auf was für Gegenstände man bei einer Inventur eines Herstellers für Sadomaso-Spielzeuge stößt? Mit was für Leuten man da zu tun hat? Ich habe vieles kennengelernt und möchte darüber in meinem Blog berichten.

AUßerdem gebe ich einen kleinen Einblick über die theoretischen Dinge, die mit einer Inventur zu tun haben: Gesetzliches, Inventurarten, Methoden, Durchführungstipps usw. usw.

Viel Spaß!

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